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Ob Allein oder mit Mathe Nachhilfelehrer – findet die ideale Methode für Euch!

Von Nelly, veröffentlicht am 28/12/2017 Blog > Nachhilfe > Mathe > Mathe Lernen: Methoden & Herangehensweisen

Mathematik ist ein Fach, vor dem viele Schüler zurückschrecken.

Der Mathematik eilt ein negativer Ruf voraus: Viele empfinden sie als kompliziert, langweilig und nicht immer verständlich.

Gleichzeitig brauchen wir Mathe, um die Welt, in der wir leben, besser zu verstehen. Denn Mathe verbirgt sich fast überall: in unserer Gesellschaft, in der physischen Welt und hinter alltäglichen Hilfsmitteln und Werkzeugen.

Wie kann ich Mathe Lernen? Und welche Methoden und Herangehensweisen sind empfehlenswert? Das wollen wir im Folgenden gemeinsam herausfinden!

Mathe mal anders: So überwindet Ihr Eure Schwierigkeiten und Blockaden im Matheunterricht

Manche Schüler bauen sich eine innere Blockade auf, die sie daran hindert, erfolgreich zu lernen.

Das kann ganz unbewusst passieren, aber das Ergebnis bleibt das gleiche: Mit der Angst vor der Mathematik beginnt ein Teufelskreis, aus dem man schwer wieder herauskommt. Und diese Angst ist anstrengend – physisch und mental.

Wie soll man es schaffen, sich in einer solchen Situation zu konzentrieren und nachzudenken?

Das scheint oft ein Ding der Unmöglichkeit…

Die Mathephobie ist ein Teufelskreis, aus dem man herauskommen kann! | Quelle: Pixabay

Eine Studie der Psychologen Sian Beilock und Ian Lyons zeigt die Auswirkungen der Angst vor Mathe auf das menschliche Gehirn.

Hierbei aktivieren sich mehrere Zonen, was sogar zu Migräne führen kann. Diese Verbindung wiederum führt dazu, dass man Mathe mit Schmerzen verbindet.

Um einer Mathephobie entgegenzuwirken, brauchen Schüler Erfolgserlebnisse. Denn wer nur Probleme und Versagen mit Mathe assoziiert, der entwickelt Ängste davor und wird im weiteren Verlauf jegliche Aktivität, die damit in Verbindung steht, meiden.

Der erste Schritt, um Mathe auf eine andere Art zu lernen, ist, die Mathematik aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Leider ist es nicht einfach, alteingesessene Klischees und Ansichten zu überwinden.

Dazu zählen beispielsweise:

  • „Ich habe kein Gespür für Mathematik“
  • „Mädchen sind ohnehin schlechter in Mathe als Jungen“
  • „Mathe ist schwer und langweilig“
  • „Mathe ist zu abstrakt“
  • „Das Verständnis von Mathe ist vererbbar“
  • „…“

All diese Vorurteile müssen aus der Welt geschaffen werden. Denn tatsächlich kann jeder Mathe lernen, der die richtigen, individuellen Lernstrategien und Lernmethoden anwendet.

So kann man beispielsweise spielend Mathe lernen, in dem man mathematische Theorien auf die reale Welt überträgt.

Es gibt zahlreiche weitere Methoden, mit denen Ihr ganz nebenbei Mathe Lernen könnt!

Die zwei klassischen Lehrmethoden – aktiv und passiv

Wer an der Schule Mathe unterrichtet, der konfrontiert seine Schüler mit mathematischen Problemen, die an ihr jeweiliges Alter angepasst sind.

Dabei ist es wichtig, ihnen genug Zeit zu lassen, um sich darüber auszutauschen, zu lernen und zu arbeiten.

Wenn der Lehrer spricht schweigen die Schüler und schreiben mit. Der klassische Frontalunterricht, den man aus deutschen Schulen gut kennt. | Quelle: Pixabay

Dennoch können nicht alle Schüler gleich lernen, da dies von den verschiedensten Faktoren abhängt, wie beispielsweise dem sozio-familiären Umfeld und dem Konzentrationsvermögen.

Als Lehrer muss man auf den Erwartungen der Schüler gerecht werden. Es reicht hierbei nicht, den Schülern einfach nur Aufgaben zu geben, sie müssen auch erklärt und verstanden werden.

Daher gibt es zwei Arten von Schülern: Einige verstehen die Hindernisse und Ziele des Mathelernens recht schnell, andere hingegen verstehen nicht, warum sie schlechte Noten haben.

Es gibt zwei grundlegende, sich gegenüberstehende Unterrichts-Ansätze: Frontalunterricht und integrativen Unterricht.

  • Der Frontalunterricht besteht darin, die Schüler zu bitten, ihre Hefte zu zücken und alles abzuschreiben, was an der Tafel passiert. Die Lehrer wiederholen mündlich das Geschriebene und heben wichtige Punkte (die besonders stark verinnerlicht werden sollen) anhand verschiedener Farben hervor.
  • Im integrativen Unterricht hingegen können Lehrer ihre Schüler in Gruppen aufteilen und ihnen Aufgaben zuweisen, die sie bearbeiten. So können die Schüler anhand von konkreten Beispielen das theoretisch Erlernte anwenden. Durch den proaktiven Ansatz kommen die Schüler so zu einem eigenen Lösungsansatz.

Natürlich haben beide Seiten ihre Vor- und Nachteile. So sind im einen Fall nicht immer die Möglichkeiten gegeben, um Schüler proaktiv agieren zu lassen, im Falle des Frontalunterrichts besteht die Gefahr, dass sie sich schnell langweilen und abschalten.

Welche anderen Möglichkeiten gibt es also, Mathe zu lernen? Welche Techniken sind dabei hilfreich? Kann man alleine Mathe lernen?

Maßgeschneidertes Lernen mit Mathe Nachhilfe Unterricht

Der Mathematik Nachhilfeunterricht dient dazu, sich von einem Profi im Lernprozess unterstützen zu lassen.

Wieso sollte man aber Nachhilfe Mathe nehmen?

Diese Methode gewährt Euch eine neue Perspektive auf die Mathematik und das Lernen als solches. Noch dazu ist der Lernweg speziell auf Eure Bedürfnisse abgestimmt.

Mit einem individuellen Lernplan lernt Ihr noch schneller! Ein Nachhilfelehrer in Mathe kann Euch dabei helfen, Eure Angst vor Mathe zu überwinden und Euch zu verbessern. | Quelle: Pixabay

Selbstständige Nachhilfelehrer findet man beispielsweise in den lokalen Kleinanzeigen oder auf Nachhilfe-Plattformen wie Superprof. In diesem Fall kommt der Nachhilfelehrer sogar direkt zu Euch nach Hause.

Für Schüler ist dies eine sehr effiziente Lösung. Denn hier könnt Ihr alle Fragen stellen, die Ihr Euch vielleicht im Unterricht nicht zu stellen traut. Und falls Ihr etwas nicht versteht, kann sich Euer Nachhilfelehrer die Zeit nehmen, darauf näher einzugehen.

Alle Nachhilfelehrer haben Erfahrung in ihrem Fach: Sei es ein Student, ein pensionierter Lehrer oder ein aktiver Lehrer, der sein Wissen auch in einem anderen Rahmen als dem Klassenraum anbieten möchte.

Sie verfügen über Wissen, pädagogische Erfahrung und sind mit dem Mathe Schulprogramm bestens vertraut – egal auf welchem Niveau Ihr Euch befindet.

Die Aufgabe eines Mathe Nachhilfelehrers ist es, Eure Wissenslücken zu erkennen und zu „füllen“. So kann er Euch gemäß Eures Lerntempos, Eures Vorwissens und Eurer Erwartungen einen optimierten Matheunterricht anbieten.

Geeignete Mathematik Nachhilfelehrer könnt Ihr mit einem Mausklick in ganz Deutschland finden. So könnt Ihr auf eine neue Art und Weise in Mathe vorankommen – mit einem neuen Blickwinkel.

Mit effizienten Zusammenfassungen Mathe Lernen

Besonders in Mathematik bietet es sich an, mit Zusammenfassungen zu arbeiten.

Denn Ihr erstellt diese Zusammenfassungen selbst und könnt die Informationen so anordnen, wie Ihr sie braucht. So könnt Ihr Wichtiges auf der oberen Hälfte notieren, Beispiele nennen oder mit verschiedenen Farben arbeiten.

Dank einer guten Zusammenfassung könnt Ihr große Mengen an Informationen in einer sehr kurzen Zeit lernen.

Doch wie schreibt man eine gute Zusammenfassung?

Hier gibt es kein Richtig und Falsch und keine vorgegebene Methode. Ihr müsst selber herausfinden, welche Struktur für Euch persönlich am besten funktioniert.

Ein paar Tipps haben wir dennoch:

  • Beschriftet nur die Vorderseite: So könnt Ihr alle Blätter der Zusammenfassung nebeneinander vor Euch legen und müsst die Blätter nicht ständig umdrehen.
  • Arbeitet mit Farben: Kreiert ein Farbleitsystem, das Euch beim Lernen unterstützt. Unterstreicht beispielsweise alle Formen in blau und alle Schlüsselbegriffe in grün. So findet Ihr auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen.
  • Denkt an Überschriften und Seitenzahlen: Riskiert nicht, den Überblick zu verlieren, wenn Euch Eure Unterlagen herunterfallen. Notiert auf jedem Blatt, auf welches Kapitel es sich bezieht.
  • Jeder lernt anders: Zusammenfassungen sind etwas Persönliches, und in den meisten Fällen werden Euch die Zusammenfassungen Eurer Freunde nicht weiterhelfen. Denn jeder hat seine eigene Art zu arbeiten und legt seine Schwerpunkte anders.
  • Notiert Beispiele: Wer sich Beispiele notiert, erinnert sich besser an die Theoreme, die ihnen zugrunde liegen.

Mathe Lernen mit Assimil und Berlitz

Im Rahmen von alternativen Lernmethoden möchten wir Euch auch die immer beliebteren Methoden Assimil und Berlitz vorstellen.

Es handelt sich hierbei um Methoden aus der Erwachsenenbildung, v.a. angewandt im Fremdsprachenunterricht.

Das Erfolgskonzept beruht auf dem Prinzip der intuitiven Assimilation, sprich, man lernt ganz nebenbei, ohne es als Lernen zu empfinden. Genau so wie Ihr Deutsch gelernt habt, ohne es als Lernen zu empfinden, könnt Ihr bei Assimil und Berlitz auf diese Weise Mathe lernen: beispielsweise indem Ihr CDs hört.

Diese erste Hälfte nennt sich die passive Phase, Ihr lernt dabei erste Begriffe.

Mit CDs könnt Ihr sogar Mathe lernen! Mit Hilfe von CDs könnt Ihr bereits erste mathematische Grundbegriffe kennen lernen, die Euch später beim Lösen von Aufgaben helfen werden. | Quelle: Pixabay

In der zweiten Hälfte – der aktiven Phase – arbeitet Ihr weiterhin regelmäßig mit Mathe. Doch während Ihr weiter neue Lektionen lernt, wiederholt Ihr gleichzeitig eine bereits gelernte Lektion.

Jede Unterrichtsstunde läuft bei Assimil gleich ab: Zunächst wird der Unterricht abgehalten, anschließend werden Übungen dazu durchgeführt. Nachdem der Inhalt verstanden wurde, wird das Wissen anhand von Lückentexten oder Ähnlichem und Beispielen und Erklärungen überprüft.

Nach jeweils 7 Lektionen erhaltet Ihr einen Wochenrückblick, der Euch dazu dient, das Erlernte schnell abzuspeichern und zu vertiefen.

Mathe Lernen mit MOOC

Die MOOC (Massive Online Open Courses) werden immer bekannter und beliebter. Immer mehr Personen entscheiden sich dazu, einen MOOC Kurs zu belegen. Das gilt auch für Mathe – denn auch die Mathematik kann auf dieser Plattform erlernt oder vertieft werden.

Das Konzept der MOOC ist eine kleine Revolution im Bildungsbereich. Die Kurse werden in Videoform abgehalten, jedes Video dauert zwischen 10 und 15 Minuten. Diese Videos sind allen kostenlos zugänglich und werden in aller Regel von Bildungseinrichtungen wie Schulen oder Universitäten erstellt.

Für welches Thema Ihr Euch im Bereich der Mathematik auch interessiert, es gibt mit Sicherheit einen passenden MOOC Kurs für Euch – ganz gleich, ob Ihr Anfänger oder Fortgeschrittene seid.

Ursprünglich umfasste das Angebot nur Kurse auf Englisch, mittlerweile gibt es auch zahlreiche Videos auf anderen Sprachen, unter anderem auch auf Deutsch. Nach Abschluss eines MOOC bekommt Ihr kein Diplom, da es sich bei den Kursen nur um eine spezifische Vertiefung oder Ergänzung handelt.

Wie Ihr Euch für einen MOOC einschreiben könnt? Dazu registriert Ihr Euch auf der jeweiligen MOOC Webseite und bekommt anschließend eine Benachrichtigung, die Euch auf den Beginn des Kurses hinweist. Ihr müsst Euch also nicht über Eure Schule oder Uni anmelden, um an MOOC teilzunehmen.

Neben den Videos stellen Euch MOOC auch weitere Materialien wie Mathebücher und Mathelinks zur Verfügung. Am Ende jeder Sitzung besteht die Möglichkeit, an einem Test teilzunehmen und das Gelernte praktisch anzuwenden.

Darüber hinaus könnt Ihr Euch in einem Forum mit anderen Kursteilnehmern austauschen.

Im Schnitt dauert ein solcher Kurs 1-6 Monate und erfordert mehrere Stunden Arbeit pro Woche.

Ihr könnt dort beispielsweise auch Finanzmathe lernen!

Online Mathe Lernen

Bleiben wir noch ein bisschen bei den Lernmethoden zum Mathe Online Lernen.

Heutzutage können Kinder und Jugendliche kaum noch ohne Smartphone oder Tablet leben. Die informatische Lernform scheint einen deutlich größeren Reiz auf sie zu haben, als ihre Bücher und Lernhefte…

Es ist Zeit, sich das für den Lernerfolg zu Nutze zu machen.

Sucht Euch einige Apps oder Webseiten aus und verfestigt Euer Wissen oder baut es noch weiter aus!

So könnt Ihr spielerisch Mathe trainieren, lernen, oder vertiefen, beispielsweise in:

  • Trigonometrie
  • Kurvendiskussion
  • Integralrechnung
  • Funktionen
  • Multiplikationstabellen
  • Rechenoperationen…

Natürlich kann die mathematische Bildung eines Kindes nicht ausschließlich von einem Bildschirm stammen, aber manchmal kann es die Bildung unterstützen.

Im AppStore und PlayStore findet Ihr zahlreiche Mathe-Apps Auch Mathe-Apps können Euch dabei unterstützen, Mathe zu lernen oder zu vertiefen. | Quelle: Pixabay

Darum haben wir hier für Euch eine Liste von Programmen erstellt, die Euch beim Mathe-Lernen unterstützen können.

König der Mathematik Junior

Mit König der Mathematik Junior können Kinder ab 6 Jahren die verschiedensten Rechenaufgaben lösen. Die Aufgaben sind vielfältig und umfangreich. Der Spielspaß geht dabei nicht verloren, denn die Spieler verfolgen die Entwicklung ihrer Spielfigur vom Bauern zum König.

Um sich weiterzuentwickeln, müssen Erfahrungspunkte gesammelt werden. Diese werden dem Spieler bei einer richtigen Antwort gut geschrieben. Inhaltlich sowie grafisch überzeugt das Spiel und kann Kinder spielerisch beim Mathe-Lernen unterstützen.

Zahlenheld: Multiplikation

Mit Zahlenheld: Multiplikation könnt Ihr im Handumdrehen Multiplizieren lernen und vor allem vertiefen.

Die Spielweise der App des Ravensburger-Verlags ist ganz einfach: Ihr bekommt ein Ergebnis angezeigt und müsst durch das Multiplizieren von vorgegebenen Zahlen auf dem Spielfeld das Produkt erreichen.

Dabei gibt es verschiedene Schwierigkeitsstufen: Im Modus 1 könnt Ihr Multiplikationsaufgaben bis 20 rechnen, im Modus 2 bis 89. So trainiert Ihr ganz nebenbei das Kopfrechnen und arbeitet Euch hoch zum Zahlenhelden!

Slice Fraction – einfach Brüche lernen

Slice Fraction kann Kindern zwischen 7 und 12 Jahren auf spielerische Weise das Bruchrechnen beibringen. Ein kleines Mammut begleitet die Kinder durch das Spiel. Das Mammut muss anhand von Steinblöcken Brüche rechnen.

Dabei werden die Brüche zunächst eingeleitet und anschließend nach und nach schwieriger. Am Anfang sind alle Steinböcke identisch. Im Laufe des Fortschritts lernt man größere oder kleinere Steinblöcke kennen, mit denen eine Bruchrechnung durchgeführt werden soll.

Der spielerische Ansatz, der Kinder in eine spannende Welt einführt, wurde bereits mit viele Preisen (International Serious Play Awards oder Parents’ Choice Gold Award) belohnt. In der App gibt es verschiedene Belohnungen für eine richtige Antwort, unter anderem stößt das Mammut einen lustigen Schrei aus 😉

MATH42

Die von zwei jungen Berlinern entwickelte App MATH42 ist eine Applikation für den fortgeschrittenen Matheunterricht, die Euch beim Verständnis von Rechenweg und Lösung unterstützt.

Dort könnt Ihr Aufgaben eingeben, die Ihr nicht versteht, und Euch die Lösungen inklusive Nebenrechnungen und Lösungsweg anzeigen lassen. Durch eine übersichtliche Taschenrechner-Tastatur, die an die eines graphischen Taschenrechners erinnert, könnt Ihr auch den Lösungsweg komplizierter Aufgaben nachvollziehen.

Inhaltlich richtet sich die App an Schüler der 5. bis 12. Klasse: Vom Kürzen von Brüchen bis hin zur Kurvendiskussion, den binomischen Formeln und verschiedenen Arten von mathematischen Gleichungen ist alles dabei.

Lasst Euch also beim Lösen von Aufgaben unterstützen oder überprüft mit Hilfe dieser App eure Ergebnisse! Die tollen Bewertungen der App (4,5 von 5 im AppStore, 4,7 im PlayStore) sprechen für sich.

 Erkennt Ihr abstrakte Konzepte in der Praxis? Der Übergang von Theorie zu Praxis kann manchmal eine große Herausforderung sein. | Quelle: Pixabay

Mathe lernen, ohne wirklich Mathe zu machen… Ist das der beste Weg, um zu lernen? 

 „Ich höre und vergesse, ich sehe und erinnere mich, ich mache und verstehe.“ Konfuzius

Genau darum geht es hier: Wenn man vor einem Rechenproblem steht, Verständnisprobleme hat, einen komplizierten Begriff nicht versteht… Dann liegt das oft daran, dass man einen konkreten Teil der Mathematik nicht verstanden hat.

Wer nur in der Theorie versteht, der wird Schwierigkeiten haben, in der Praxis zu bestehen und zu einer richtigen Lösung zu kommen.

So sehr man auch versuchen mag, Brüche anhand von Tortendiagrammen darzustellen, die man in gleich große Stücke aufteilt – sobald man vor eine reale Aufgabe gestellt wird, fällt es oft schwer, dieses Wissen anzuwenden.

Aber dennoch ist Mathe im Alltag unabdingbar! Daher ist es sehr wichtig, dass Eltern ihre Kinder schon im jungen Alter an die Mathematik annähern.

Und wenn der Lernprozess in einem vertrauten, angenehmen Umfeld geschieht, bemerkt das Kind oft gar nicht, dass es gerade um Mathe geht! Und es kann das Erlernte im Unterricht anwenden.

So können Eltern ihre Kinder für die bekanntesten mathematischen Theorien sensibilisieren:

  • In der Küche: Beim Kuchenbacken können Kinder das Abmessen und Addieren erlernen
  • Im Supermarkt: Hier könnt Ihr die fällige Summe addieren lassen und anschließend das Rückgeld errechnen und abzählen lassen. Wer es ein bisschen komplizierter mag, der kann Rabatte miteinbeziehen. Wie viel kostet beispielsweise das Produkt von 2,80€, auf das es 20% Rabatt gibt?
  • Mit dem Kalender: Wie viele Tage trennen uns von den Ferien? Wie viele Tage haben wir vor Ort, wenn wir vom 20. Juli bis zum 3. August im Urlaub sind?
  • Auf Reisen: Wie lange dauert die Fahrt in Stunden und in Minuten? Bringt ihnen den Unterschied zwischen Abfahrtszeit und Ankunftszeit bei.

Die Liste der Beispiele und Möglichkeiten ist endlos. Dazu braucht es nur ein bisschen Kreativität.

Sobald das Kind einen konkreten Zugang zu Mathe hat, kann es diesen im Matheunterricht einsetzen und kompliziertere Konzepte einfacher erlernen.

Wie kann ich einem rechenschwachen Kind Mathe beibringen?

Die Dyskalkulie ist eine Beeinträchtigung von Rechenfertigkeiten, die Kindern das Erlernen der Mathematik erschwert.

Die Dyskalkulie kann in schweren Fällen die Entwicklung des betroffenen Kindes oder seiner geistigen Fähigkeiten betreffen. Oft wird sie durch spezifische Schwierigkeiten bezüglich der Zahlen deutlich:

  • Schwierigkeiten, vom Schriftlichen ins Mündliche überzugehen
  • Probleme beim Erkennen von Zahlen oder Mengen
  • Verwirrung in Rechenoperationen
  • Unfähigkeit, das Einmaleins, die Addition oder Subtraktion zu erlernen
  • Mangelnde Logik und Verständnis

Etwa 6% der Kinder leiden an Dyskalkulie. Um sie trotz ihrer Schwierigkeiten beim Lernen zu unterstützen, gibt es verschiedene Lösungen. Diese erfordern täglichen Einsatz und an den Schüler angepasste Lernmethoden.

Dabei müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden, wie beispielsweise:

  • Unterstützung vom Logopäden, der dem Kind dabei helfen kann, eine logische Denkweise zu entwickeln
  • Täglich mindestens 15 Minuten Kopfrechnen üben
  • Schaubilder anhand von Farben verdeutlichen um das Verständnis zu unterstützen und Vorgehensweisen zu verinnerlichen
  • Angemessenes pädagogisches Begleitmaterial zur Verfügung stellen
  • Lieder oder Merksätze als Gedächtnisstützen verwenden

Weitere Vorgehensweisen, um Mathe zu verstehen

Heutzutage gibt es zahllose weitere alternative Möglichkeiten, Mathe zu lernen.

  • Die Kumon-Methode: Diese Methode ist besonders auf dem amerikanischen Kontinent beliebt. In dieser Methode bekommt jeder Schüler sein eigenes Aufgabenblatt mit einer Beispielaufgabe, für die der Lösungsweg verdeutlicht wird. Anschließend ist es Aufgabe der Kinder, diesen Lösungsweg auf ähnliche Aufgaben zu übertragen. Sobald das Prinzip verstanden und verinnerlicht wird, wird der Schwierigkeitsgrad angehoben. So wird sichergestellt, dass die Vorgehensweise verstanden wurde, bevor die nächste Schwierigkeitsstufe „freigeschaltet“ wird.
  • Die Moore-Methode: Der amerikanische Robert Lee Moore entwickelte Anfang des 20. Jahrhunderts eine interessante Lehrtechnik. Er war der Überzeugung, dass es für Schüler im Lernprozess wichtig ist, selber zu handeln, statt langen Vorlesungen zuzuhören. Er verzichtete in seinem Unterricht weitgehend auf dicke Mathewälzer, sondern ließ seine Schüler selber an den Aufgaben tüfteln – und sie Erfolge und Rückschläge erleben. Denn daraus, so Moore, lerne man besser, als aus stumpfen Vorlesungen.
  • Die LEGO-Methode: Ja, man kann tatsächlich mit LEGOs Mathe lernen!
  • Die Singapur-Methode: Diese Methode inspiriert sich am Bildungsplan der singapurischen Grundschulen. Zwar wird in den ersten Jahren deutlich weniger Stoff bearbeitet, als vergleichsweise in den USA, dafür setzt der Unterricht auf ein richtiges Verständnis der Materie. Darüber hinaus werden komplexe, abstraktere Themen anschaulich visualisiert, was den Lernprozess und das Übertragen in die Praxis deutlich erleichtert.
  • Mindmapping: Wer von Euch kennt diese geistigen Karten bereits? Sie werden immer häufiger verwendet, um das Verständnis durch Visualisierung und anschließend den Übergang ins Gedächtnis zu erleichtern. Denn: was gut organisiert und nach Überthema angeordnet ist, das verstehen wir leichter, als ein unübersichtliches Wirrwarr. So können beispielsweise mathematische Begriffe zügig verinnerlicht und miteinander in Verbindung gesetzt werden. Jede Mindmap ist individuell! Denn jeder setzt die einzelnen Teile eines großen Ganzen anders miteinander in Relation, um sie zu verstehen.

Jetzt seid Ihr dran! Probiert mehrere Methoden aus, und findet heraus, welche am besten zu Eurem Lernstil passt!

So werdet auch Ihr Profis in Mathe 🙂

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